Heimische Lärche aus Bayern und Österreich zeichnet sich durch langsames Wachstum, hohe Dichte und natürliche Dauerhaftigkeit aus. Das Holz wird im Werk technisch auf circa 18-20 % Holzfeuchte getrocknet und 4-seitig gehobelt. Die Sortierung I/III bedeutet, dass gesunde Äste, Farbvariationen und feine Risse vorkommen können, die charakteristischen Merkmale für natürliche Holzoptik.
Die Leisten werden sichtbar mit Edelstahlschrauben auf einer Unterkonstruktion befestigt. Ein Verlegeabstand von circa 7 mm sorgt für Hinterlüftung und gleicht Veränderungen durch Feuchtigkeitsschwankungen aus.
Wofür sind Rhombusleisten aus heimischer Lärche geeignet und wofür nicht?
H3: Geeignet sind Rhombusleisten aus heimischer Lärche für:
- Vorgehängte hinterlüftete Holzfassaden mit zusätzlichem Holzschutz
- Sichtschutzzäune und Sichtschutzwände
- Dachuntersichten und überdachte Außenbereiche
- Fassadenverkleidung
Nicht geeignet sind Rhombusleisten aus heimischer Lärche für:
- Tragende Konstruktionen
- Bodenkontakt oder dauerhaft nasse Bereiche
- Terrassenbeläge oder begehbare Flächen
- Fenster- oder Türrahmen
- Innenräume (technisch zwar möglich, aber es gibt günstigere Lösungen)
Hinweis: Wir dürfen keine Aussagen zu statischen Anforderungen treffen. Für tragende Bauteile konsultieren Sie einen Fachplaner oder Statiker.
Welche Probleme lösen Rhombusleisten aus heimischer Lärche gegenüber Standardware?
Einfache Schnittware hat unregelmäßige Kanten und wechselnde Holzfeuchte. Das führt zu ungleichen Fugen und verzogenen Brettern.
Rhombusleisten werden technisch getrocknet, 4-seitig gehobelt und präzise profiliert. Die rhombusförmigen Schmalseiten leiten Wasser ab und erzeugen ein gleichmäßiges Fugenbild. Die technische Trocknung reduziert nachträgliches Arbeiten des Holzes.
Gegenüber importierter sibirischer Lärche bietet die heimische Lärche deutlich kürzere Transportwege und unterstützt regionale Säge- und Hobelwerke. Die Holzqualität ist vergleichbar, die CO₂-Bilanz jedoch wesentlich besser.
Was unterscheidet heimische Lärchen-Rhombusleisten von anderen Produkten im SCS Holzshop?
Heimische Lärche vs. nordische Fichte: Lärche ist dauerhafter als Fichte und eignet sich besser für stark bewitterte Bereiche. Fichte ist günstiger, Lärche jedoch langlebiger.
Rhombusleisten vs. Fasebretter: Rhombusleisten haben eine ausgeprägtere Schattenfuge und werden sichtbar verschraubt. Fasebretter haben eine schmale V-Fase und können verdeckt im Nut-Feder-System montiert oder sichtbar verschraubt werden. Rhombusleisten wirken moderner, Fasebretter klassischer.
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Sortierung I/III vs. höhere Sortierungen: I/III zeigt natürliche Holzmerkmale wie gesunde Äste und Farbvariationen. Für makellose Optik gibt es höhere Sortierungen, allerdings zu höherem Preis. Die Sortierung I/III wird von uns auch als “Allround-Sortierung” bezeichnet, da sie für Bereiche mit hohen optischen Anforderungen durchaus geeignet ist, aber dennoch wirtschaftlich ist.
Heimische Lärche vs. sibirische Lärche: Heimische Lärche aus Bayern/Österreich hat kürzere Transportwege als sibirische Lärche. Die Holzqualität ist vergleichbar, der regionale Aspekt spricht für heimische Lärche.
Hinweise zur Verarbeitung
Materialtypische Eigenschaften
Holz ist ein Naturprodukt. Äste, Harzaustritte, Farbunterschiede und feine Trocknungsrisse sind materialtypisch und kein Reklamationsgrund. Lärche neigt zu Harzaustritt, besonders bei Wärme. Kalkulieren Sie einen stirnseitigen Anschnitt von circa 15 cm ein, da an Brettkopfenden Risse auftreten können.
Wichtige Verarbeitungshinweise
- Lagerung: Trocken, luftig und vor direkter Bewitterung geschützt lagern. Mit Zwischenlatten stapeln.
- Holzschutz Bauseits mit offenporiger Holzlasur oder Holzöl behandeln. Alle Seiten streichen, besonders Schnittkanten und Stirnseiten. Unbehandeltes Lärchenholz vergraut silbergrau.
- Montage: Auf Lattung (mindestens 30 x 50 mm, Abstand maximal 600 mm) montieren. Sichtbare Verschraubung mit Edelstahlschrauben (A2), z. B. 4,5 x 60 mm Fassadenschrauben. Verlegeabstand circa 7 mm einhalten.
- Hinterlüftung: Bei Fassaden mindestens 20 mm Luftschicht hinter den Leisten vorsehen.
- Fugen:An Brettstoßstellen 3–5 mm Fugen einplanen.