Fassadenprofile aus Holz werden als Verkleidung im Außenbereich eingesetzt und eignen sich besonders für hinterlüftete Fassaden an Wohnhäusern, Gewerbebauten und Nebengebäuden. Durch die gefasten Längskanten entsteht nach der Montage ein klares, gleichmäßiges Fugenbild mit der Optik einer klassischen Boden-Deckel-Schalung. Gleichzeitig ist der Montageaufwand geringer als bei zweilagigen Fassadensystemen. Erhältlich sind die Profile in verschiedenen Stärken, Breiten und Längen.
Fassadenprofile eignen sich für vorgehängte hinterlüftete Fassaden, bei denen eine klare Linienführung und eine wirtschaftliche Montage gefragt sind. Die Profilform sorgt für eine strukturierte Oberfläche und ein ruhiges Fassadenbild.
Auch bei Nebengebäuden sind Fassadenprofile eine praxistaugliche Lösung. Sie schützen die Konstruktion vor Witterung, lassen sich gut verarbeiten und erzeugen eine saubere, gleichmäßige Optik.
Bei Sanierungen lassen sich Fassadenprofile auf geeigneten Unterkonstruktionen montieren. Unterschiedliche Breiten und Holzarten bieten Spielraum für die optische Anpassung an Bestand oder Neubau.
Fassadenprofile sind gehobelte Holzprofile für den Außeneinsatz. Charakteristisch sind die gefasten Längskanten, die nach der Montage eine profilierte Fassadenoptik erzeugen. Im Unterschied zu klassischen Wechselfalzbrettern oder einer Boden-Deckel-Schalung entsteht das Fassadenbild mit nur einer Lage Holz. Dadurch lässt sich die Fassadenbekleidung wirtschaftlicher montieren.
Je nach gewählter Holzart unterscheiden sich die Profile in Optik, natürlicher Dauerhaftigkeit und Pflegebedarf. Fichte ist die wirtschaftlichere Variante und eignet sich besonders für Fassaden, bei denen ein Anstrich oder eine werkseitige Behandlung vorgesehen ist. Die Fassadenprofile werden auf einer hinterlüfteten Unterkonstruktion montiert, damit Feuchtigkeit sicher abgeführt werden kann und die Lebensdauer der Konstruktion erhalten bleibt.
Wofür sind Fassadenprofile geeignet und wofür nicht?
Geeignet sind die Profile für:
- Vorgehängte hinterlüftete Fassaden
- Außenverkleidungen an Wohnhäusern und Gewerbebauten
- Carports, Garagen und Gartenhäuser
- Sanierung bestehender Fassaden
- Optisch strukturierte Holzfassaden mit gleichmäßigem Fugenbild
Nicht geeignet sind die Profile für:
- Tragende Konstruktionen
- Direkten Bodenkontakt
- Dauerhaft nasse Bereiche ohne konstruktiven Holzschutz
- Fassaden ohne Hinterlüftung
- Bauteile mit statischer Funktion
Wichtig: Fassadenprofile müssen konstruktiv richtig geplant und auf einer hinterlüfteten Unterkonstruktion montiert werden. Für statische Berechnungen wenden Sie sich bitte an einen Fachplaner oder Statiker.
Welche Probleme lösen Fassadenprofile gegenüber anderen Fassadenlösungen?
Im Vergleich zu einer klassischen Boden-Deckel-Schalung reduzieren Fassadenprofile den Montageaufwand, da nur eine Lage montiert wird. Gleichzeitig erzeugen die gefasten Kanten ein strukturiertes Fassadenbild, das optisch an eine mehrlagige Schalung erinnert. Gegenüber einfacher Schnittware bieten gehobelte Fassadenprofile ein gleichmäßigeres Maß, eine sauberere Oberfläche und eine kontrolliertere Verarbeitung. Das erleichtert die Montage und verbessert das fertige Erscheinungsbild.
Was unterscheidet Fassadenprofile von Alternativen?
Fassadenprofile vs. Wechselfalzbretter
Wechselfalzbretter erzeugen eine stärker überdeckte, geschlossene Fassadenoptik. Fassadenprofile wirken offener und zeigen ein klareres Fugenbild. Dadurch entsteht eine etwas technischere und strukturiertere Oberfläche.
Fassadenprofile vs. Rhombusleisten
Rhombusleisten erzeugen durch ihre schrägen Flanken eine ausgeprägte Schattenfuge und wirken moderner und kantiger. Fassadenprofile sind flächiger und erinnern stärker an klassische Holzverkleidungen mit ruhigem Aufbau.
Hinweise zur Verarbeitung
Materialtypische Eigenschaften:
Holz ist ein Naturprodukt. Farb- und Strukturunterschiede, Äste, Harzaustritte und feine Trocknungsrisse sind materialtypisch und kein Reklamationsgrund. Je nach Holzart und Bewitterung verändert sich die Oberfläche im Außenbereich mit der Zeit.
Wichtige Verarbeitungshinweise:
- Lagerung: Trocken, luftig und vor direkter Bewitterung geschützt lagern. Mit Zwischenlatten stapeln.
- Montage: Auf geeigneter Unterkonstruktion mit ausreichender Hinterlüftung montieren.
- Hinterlüftung: Mindestens 20 mm Luftschicht hinter der Fassadenbekleidung vorsehen.
- Befestigung: Edelstahlschrauben verwenden, um Rostflecken zu vermeiden.
- Fugen: Brettstoßfugen und materialbedingte Bewegungen in der Planung berücksichtigen.
- Schnittkanten: Je nach Holzart und Oberflächenbehandlung bauseits nachbehandeln.
- Holzschutz: Konstruktiven Holzschutz einplanen, damit Wasser sicher ablaufen kann und keine Staunässe entsteht.