Fasebretter aus nordischer Fichte werden im Werk technisch auf circa 18 % Holzfeuchte getrocknet. Das verbessert die Maßhaltigkeit und verringert nachträgliches Schwinden oder Quellen. Die Sortierung u/s nachsortiert bedeutet, dass etwa 70 % der Bretter der A-Sortierung entsprechen, 30 % der B-Sortierung. Die Profile eignen sich damit für wirtschaftliche Holzverkleidungen mit angemessener Optik.
Wofür sind OSB/3 geschliffen mit Nut-Feder Platten geeignet und wofür nicht?
Geeignet sind Fasebretter für:
- Vorgehängte hinterlüftete Holzfassaden mit zusätzlichem Holzschutz
- Fassadenverkleidung an Nebengebäuden, Garagen, Gartenhäusern
- Dachuntersichten und überdachte Außenbereiche
- Sichtschutzzäune und Sichtschutzwände
- Wandverkleidungen in unbeheizten Innenräumen (Keller, Lager, Dachboden, Werkstatt)
Nicht geeignet sind Fasebretter für:
- Tragende Konstruktionen und statisch beanspruchte Bauteile
- Bodenkontakt oder dauerhaft nasse Bereiche
- Terrassenbeläge oder begehbare Flächen
- Beheizte Wohnräume ohne Nachtrocknung (bei 18 % Holzfeuchte kann Schwinden auftreten)
- Fenster- oder Türrahmen (hierfür gibt es speziell ausgebildete Kantelprofile)
- Bereiche, die einer intensiven UV-Belastung ohne Holzschutz ausgesetzt sind
Hinweis: Wir dürfen keine Aussagen zu statischen Anforderungen treffen. Für tragende Bauteile konsultieren Sie einen Fachplaner oder Statiker.
Welche Probleme lösen Fasebretter gegenüber Standardware?
Einfache Schnittware aus dem Sägewerk hat unregelmäßige Kanten, unterschiedliche Holzfeuchte und wechselnde Maßtoleranzen. Das führt zu ungleichen Fugen, verzogenen Brettern und unruhiger Optik.
Fasebretter werden technisch getrocknet, gehobelt und profiliert. Trocknung und unterseitige Entlastungsnut reduzieren die nachträgliche Verformung des Holzes. Die Fase sorgt für ein einheitliches Fugenbild und die Nut-Feder-Verbindung ermöglicht schnelle, präzise Montage.
Wirtschaftlich liegen Fasebretter zwischen einfacher Schnittware und hochwertigen Fassadenprofilen. Sie bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für Projekte, bei denen ordentliche Holzoptik gefragt ist, aber keine makellose Sichtqualität erforderlich ist.
Was unterscheidet Fasebretter von anderen Profilholzprodukten im SCS Holzshop?
Im SCS Holzshop finden Sie verschiedene Profilbretter für Fassaden und Verkleidungen. Hier die wichtigsten Unterschiede:
Fasebretter vs. Rhombusleisten: Bei Rhombusleisten entsteht durch das rhombusförmige Profil an den Schmalseiten eine ausgeprägtere Schattenfuge als bei Fasebrettern. Rhombusleisten wirken dadurch moderner und kantiger, Fasebretter klassischer und traditioneller.
Fasebretter vs. Greyline oder DURApatina: Unbehandelte Fasebretter müssen bei der Nutzung im Außenbereich bauseitig mit Holzschutz nachbehandelt werden. SCS Greyline und DURApatina sind hingegen werkseitig vorbehandelt (vorvergraut bzw. mit Oberflächenschutz). Wenn Sie Flexibilität bei der Farbwahl wünschen oder Kosten sparen möchten, sind unbehandelte Fasebretter die richtige Wahl.Fasebretter vs. Greyline oder DURApatina: Unbehandelte Fasebretter müssen bei der Nutzung im Außenbereich bauseitig mit Holzschutz nachbehandelt werden. SCS Greyline und DURApatina sind hingegen werkseitig vorbehandelt (vorvergraut bzw. mit Oberflächenschutz). Wenn Sie Flexibilität bei der Farbwahl wünschen oder Kosten sparen möchten, sind unbehandelte Fasebretter die richtige Wahl.
Fasebretter u/s-Sortierung vs. A-Sortierung: Die u/s-Sortierung (nachsortiert) enthält circa 70 % A-Sortierung und 30 % B-Sortierung. Das bedeutet, dass vereinzelt Äste, Farbunterschiede oder feine Risse vorkommen können. Für repräsentative Fassaden empfiehlt sich die A-Sortierung. Für Nebengebäude oder weniger sichtexponierte Bereiche reicht die u/s-Sortierung aus.
Fasebretter Lagermaße vs. Zuschnitt: Im Bereich Lagermaße bieten wir feste Abmessungen an, die sofort verfügbar sind. Das ermöglicht kurze Lieferzeiten und günstige Preise. Bei komplexen Projekten mit speziellen Maßanforderungen sprechen Sie gerne uns an.
Hinweise zur Verarbeitung
Materialtypische Eigenschaften
Holz ist ein Naturprodukt. Äste, Harzaustritte, Farbunterschiede und feine Trocknungsrisse sind materialtypisch und kein Reklamationsgrund. Kalkulieren Sie einen stirnseitigen Anschnitt von circa 15 cm ein, da an Brettkopfenden Risse auftreten können.
Wichtige Verarbeitungshinweise
- Lagerung: Trocken, luftig und vor direkter Bewitterung geschützt lagern. Mit Zwischenlatten stapeln.
- Holzschutz: Bauseits mit offenporiger Holzlasur oder Holzöl behandeln. Alle Seiten streichen, besonders Schnittkanten, Stirnseiten, Nut und Feder.
- Montage: Auf Lattung (mindestens 30 x 50 mm, Abstand maximal 700 mm) montieren. Mit Edelstahlschrauben (A2) in der Feder befestigen, damit die Verschraubung unsichtbar bleibt.
- Hinterlüftung: Bei Fassaden mindestens 20 mm Luftschicht hinter den Brettern vorsehen.
- Fugen: An Brettstoßstellen 3–5 mm Fugen einplanen.
- Deckfläche: Für 1m² Wandfläche benötigen Sie 1,1 m² Fasebretter (Federmaß).