Anders als eine lediglich oberflächlich beschichtete Platte ist die AGEPAN® DWD black einheitlich
schwarz durchgefärbt. Dadurch bleiben auch Schnittflächen und kleinere Bearbeitungsstellen dunkel.
Die verwendeten Pigmente sind lichtecht und laut Hersteller frei von Farbstoffen oder anderen
bedenklichen chemischen Zusätzen.
Das Nut-Feder-Profil verbindet die Platten passgenau miteinander. Regulär geschlossene
Nut-Feder-Verbindungen müssen nicht zusätzlich abgeklebt werden. Zurückgeschnittene Plattenstöße,
Anschlüsse und Durchdringungen sind dagegen mit geeigneten schwarzen Klebebändern wind- und
schlagregendicht auszuführen.
Mit einer Rohdichte von mindestens 600 kg/m³ ist die Platte druckfester als eine flexible Fassadenbahn.
Sie bleibt beim Anbringen der Konterlattung formstabil und ist gegenüber Beschädigungen und Abrieb
während der Verarbeitung weniger empfindlich. Die Rohdichte ermöglicht zudem den Einsatz in entsprechend
geplanten Brandschutzkonstruktionen gemäß DIN 4102-4.
Wofür ist die AGEPAN® DWD black geeignet und wofür nicht?
Geeignet ist die AGEPAN® DWD black für
- Hinterlüftete Außenwandbekleidungen mit definiertem offenen Fugenanteil
- Holzfassaden mit horizontalen Rhombusleisten
- Holzfassaden mit vertikal angeordneten Bekleidungsleisten
- Holzrahmen- und Holzständerkonstruktionen
- Diffusionsoffene Außenwandaufbauten
- Winddichte Ebenen hinter Fassadenbekleidungen
- Zweite wasserableitende Schichten im Wandbereich
Nicht geeignet ist die AGEPAN® DWD black für
- Den Einsatz als dauerhaft sichtbare Endfassade
- Dauerhaft nasse Bereiche oder Konstruktionen mit stehendem Wasser
- Direkten Erd- oder Bodenkontakt
- Die Verarbeitung beschädigter oder stark durchfeuchteter Platten
- Fassadenkonstruktionen ohne ausreichende Hinterlüftung
- Abweichende Konstruktionen ohne Prüfung der Materialeignung
- Den Einsatz als Dach-Unterdeckplatte ohne gesonderte Herstellerfreigabe
Hinweis: Die Einhaltung der angegebenen Fugen- und Hinterlüftungsmaße ersetzt keinen
bauphysikalischen Nachweis. Der vollständige Wandaufbau muss auf das jeweilige Bauvorhaben abgestimmt werden.
Welche Probleme löst die AGEPAN® DWD black?
Helle Flächen hinter offenen Fassadenfugen
Bei offenen Fassadenbekleidungen bleibt die Ebene hinter den Leisten sichtbar. Helle Holzfaserplatten
oder Bahnen können das Fugenbild stören. Die tiefschwarze Durchfärbung der AGEPAN® DWD black erzeugt
dagegen einen durchgängigen dunklen Hintergrund.
Beschädigungen und Verformungen von Fassadenbahnen
Flexible Fassadenbahnen können während der Verarbeitung beschädigt, eingedrückt oder ungleichmäßig
gespannt werden. Die druckfeste Holzfaserplatte bildet eine stabile Ebene und bleibt auch beim
Befestigen der Konterlattung formstabil.
Zusätzlicher Aufwand beim Abdichten der Plattenstöße
Das stabile Nut-Feder-Profil verbindet die Platten passgenau und fugendicht. Reguläre
Nut-Feder-Verbindungen müssen nicht zusätzlich abgeklebt werden. Dadurch reduziert sich der
Montageaufwand. Nur zurückgeschnittene Stöße, Anschlüsse und Durchdringungen benötigen eine
separate Abdichtung.
Feuchtigkeit in der Wandkonstruktion
Die AGEPAN® DWD black ist diffusionsoffen und unterstützt dadurch die Austrocknung der Konstruktion
nach außen. Gleichzeitig bildet sie eine zweite wasserableitende Ebene. Voraussetzung ist ein
fachgerecht geplanter Wandaufbau mit funktionierender Hinterlüftung und korrekt ausgeführten Anschlüssen.
Was unterscheidet die AGEPAN® DWD black von anderen Platten und Fassadenbahnen?
AGEPAN® DWD black im Vergleich zu einer Fassadenbahn
Eine Fassadenbahn ist leicht und flexibel, kann bei der Verarbeitung jedoch beschädigt oder verformt
werden. Die AGEPAN® DWD black bildet dagegen eine feste, druck- und abriebfeste Fläche. Sie übernimmt
gleichzeitig die Funktion einer stabilen Außenbeplankung und eines gleichmäßig schwarzen Hintergrunds.
Bei einem entsprechend geplanten Wandaufbau ermöglicht die Platte eine diffusionsoffene Konstruktion
ohne zusätzliche Fassadenbahn. Ob eine separate Bahn entfallen kann, muss jedoch anhand des vollständigen
Wandaufbaus und des erforderlichen bauphysikalischen Nachweises geprüft werden.
AGEPAN® DWD black im Vergleich zu einer herkömmlichen DWD-Platte
Herkömmliche DWD-Platten können ähnliche bauphysikalische Aufgaben übernehmen, besitzen jedoch meist
eine helle oder holzfarbene Oberfläche. Diese bleibt hinter offenen Fugen sichtbar. Die schwarze
Durchfärbung der AGEPAN® DWD black ist speziell auf offene Fassadenbekleidungen abgestimmt.
AGEPAN® DWD black im Vergleich zu OSB-Platten
OSB-Platten und die AGEPAN® DWD black übernehmen im Wandaufbau unterschiedliche Aufgaben. OSB-Platten
werden häufig auf der Innenseite einer Holzrahmenwand als aussteifende und luftdichte Ebene eingesetzt.
Die diffusionsoffene DWD black befindet sich dagegen auf der Außenseite und bildet dort die winddichte
sowie zweite wasserableitende Ebene. Die Platten sind daher nicht ohne Prüfung des gesamten Wandaufbaus
gegeneinander austauschbar.
Hinweise zur Verarbeitung
Materialtypische Eigenschaften
Holz ist ein Naturprodukt. Da die AGEPAN® DWD black aus aufbereiteten Holzfasern hergestellt wird,
treten typische Vollholzmerkmale wie Äste, Harzaustritte oder Trocknungsrisse nicht in derselben Form auf.
Leichte Farbunterschiede, feuchtebedingte Längen- und Breitenänderungen sowie kleinere handhabungsbedingte
Spuren an den Kanten sind materialtypisch und kein Reklamationsgrund, sofern die Funktion der Platte
nicht beeinträchtigt ist.
Beschädigte Platten dürfen nicht verarbeitet werden. Durch übermäßige Feuchteaufnahme kann die Festigkeit
der Platte abnehmen. Diese wird auch nach vollständiger Trocknung nicht wieder vollständig hergestellt.
Wichtige Verarbeitungshinweise
- Lagerung: Platten vor Befeuchtung schützen sowie trocken lagern und verarbeiten
- Plattenzustand: Nur unbeschädigte Platten verwenden
- Transport: Einzelne Platten hochkant bewegen und beim Entnehmen über die volle Plattenstärke greifen
- Klimatisierung: Platten vor der Verarbeitung auf Gebrauchsfeuchte klimatisieren und die Verpackungsfolie bei der Lagerung vor Ort entfernen
- Montage: Die Platten können direkt auf der Tragkonstruktion verlegt werden
- Verlegerichtung: Die Feder zeigt bei der Montage nach oben; Innen- und Außenseite beachten
- Raster: Vorgesehene Rastermaße von 62,5 cm oder 83,5 cm einhalten
- Plattenverband: Platten passgenau und fugendicht mit mindestens 30 cm Stoßversatz verlegen
- Dehnfugen: Bei zusammenhängenden Flächen ab circa 7 m einen Dehnschnitt in Ständerlängsrichtung berücksichtigen
- Nut-Feder-Stöße: Reguläre Nut-Feder-Verbindungen müssen nicht zusätzlich abgeklebt werden
- Anschlüsse: Zurückgeschnittene Stöße, Anschlüsse und Durchdringungen wind- und schlagregendicht abkleben
- Freibewitterung: Eingeschränkt bis zu 6 Wochen; feuchte Platten müssen anschließend auf Gebrauchsfeuchte zurücktrocknen
- Befestigung: Klammern, Nägel oder Schrauben mit bauaufsichtlichem Verwendbarkeitsnachweis einsetzen
- Verbindungsmittellänge: Mindestens das 2,5-Fache der Plattendicke, jedoch mindestens 50 mm
- Klammern: Drahtdurchmesser von mindestens 1,52 mm verwenden
- Nägel: Flachkopfnägel oder Rillennägel verwenden
- Befestigungsabstände: An den Plattenrändern maximal 150 mm und im Plattenfeld maximal 300 mm
Vorgaben für horizontale Rhombusleisten
- Fugenbreite zwischen den Rhombusleisten: mindestens 7 mm und maximal 20 mm
- Die Fugenbreite darf die Dicke der Rhombusleiste nicht überschreiten
- Dicke der Rhombusleisten: mindestens 18 mm
- Verhältnis von Leistenbreite zu Fugenbreite: mindestens 3 : 1
- Hinterlüftungsquerschnitt: mindestens 30 mm
Vorgaben für vertikale Leistenbekleidungen
- Konter- und Traglattung jeweils mindestens 30 × 50 mm
- Hinterlüftungsquerschnitt: mindestens 60 mm
- Bekleidungsdicke: mindestens 60 mm
- Maximale Fugenbreite der Bekleidung: 20 mm
Hinweis: Eine fachgerecht ausgeführte horizontale Rhombusleistenbekleidung bietet
grundsätzlich einen höheren Witterungsschutz als eine vertikal angeordnete Leistenbekleidung.
Für statische Berechnungen wenden Sie sich bitte an einen Fachplaner oder Statiker.